Prag 1945 – eine Stadt sucht einen Serienkiller

In dem neuen ARD-Vierteiler „Sternstunde der Mörder“ (Karfreitag ab 20.15 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek) spielt sich zur gleichen Zeit ein schreckliches Verbrechen ab.
Ein Mörder überfallt eine deutsche Witwe, die Baronin von Pommern, in ihrer Wohnung am Moldau-Ufer. Er entnimmt der Frau bei lebendigem Leibe die Organe. Jan Morava (Jonas Nay) übernimmt die Ermittlungen und wird dabei von dem Gestapo-Beamten Erwin Buback (Nicholas Ofczarek) überwacht.
Die Romanvorlage hat der bekannte tschechische Dramatiker Pavel Kohout (97) geliefert. Die Schrecken der letzten Kriegsmonate in Prag erlebte er als damals als Jugendlicher selbst mit.
Regisseur Christopher Schier insziniert gekonnt die düstere Stimmung in einer Stadt, in der es ein Mörder auf verwitwete Frauen abgesehen hat. Eine kleine Liebesgeschichte darf nicht fehlen, um den Zuschauer vor allzu großer Niedergeschlagenheit zu bewahren. Während die Amerikaner von Westen und die Sowjets von Osten heranrücken, erhebt sich der tschechische Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Gelingt es dem Mörder, im Chaos unterzutauchen?